Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt

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Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im November leicht gesunken: Gegenüber Oktober gab es 26.000 Arbeitslose weniger, insgesamt waren 2,885 Millionen Menschen ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank geringfügig auf 6,1 Prozent, lag aber über dem Vorjahreswert.

BA-Chefin Andrea Nahles sieht weiterhin wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Die Konjunktur bleibe schwach, die Beschäftigung stagniere und die Nachfrage nach Arbeitskräften sei verhalten.

Das Stellenangebot ging erneut zurück: Im November wurden 624.000 offene Stellen gemeldet 44.000 weniger als vor einem Jahr. Auch die Kurzarbeit nahm ab. Für 34.000 Beschäftigtewurde Kurzarbeit angezeigt; zuletzt bezogen rund 209.000 Menschen Kurzarbeitergeld.

Die Zahl der Arbeitslosengeld-Empfänger stieg auf 986.000. Gleichzeitig sank aber die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeld-Beziehenden auf 3,819 Millionen. Damit waren rund 7 Prozentder Menschen im erwerbsfähigen Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Hintergrund: Wie diese Arbeitsmarkt-Zahlen einzuordnen sind

Was bedeutet arbeitslos?
Als arbeitslos gilt in Deutschland, wer keine Arbeit hat, sich arbeitslos gemeldet hat und dem Arbeitsmarkt kurzfristig zur Verfügung steht. Menschen in Weiterbildungen, Ein-Euro-Jobs oder längerer Krankheit zählen oft nicht dazu.
Arbeitslosenquote
Sie zeigt den Anteil der Arbeitslosen an allen Erwerbspersonen.
Offene Stellen
Die Zahl gemeldeter Stellen gibt Hinweise auf die Nachfrage nach Arbeitskräften. Sinkende Zahlen bedeuten: Unternehmen halten sich zurück, investieren weniger und stellen vorsichtiger ein.
Kurzarbeit
Kurzarbeit hilft Unternehmen bei Auftragsrückgang, Beschäftigte zu halten. Weniger Anzeigen für Kurzarbeit können positiv wirken sie zeigen aber auch, dass Betriebe Neueinstellungen vermeiden, statt in Krisenzeiten zu überbrücken.
Arbeitslosengeld vs. Bürgergeld
Arbeitslosengeld (ALG I) erhalten Personen, die zuvor gearbeitet und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.
Bürgergeld ist eine Grundsicherung für Menschen mit geringem oder keinem Einkommen. Viele Empfänger*innen arbeiten bereits, verdienen aber zu wenig zum Leben

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