In der Türkei sind bei einem Einsatz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) drei Polizisten und sechs mutmaßliche IS-Mitglieder getötet worden. Neun weitere Menschen wurden bei der Razzia gegen mutmaßliche Mitglieder der Gruppe in Yalova im Nordwesten des Landes verletzt, wie Innenminister Ali Yerlikaya am Montag mitteilte. “Drei unserer mutigen Polizisten haben leider ihr Leben verloren. Acht Polizisten und ein Sicherheitsbeamter wurden verletzt”, erklärte Yerlikaya.
Dem Innenminister zufolge fanden “gleichzeitige Einsätze” an 108 Stellen in 15 Provinzen des Landes statt, darunter die Razzia in der am Marmarameer gelegenen Stadt Yalova am frühen Sonntagmorgen. Während des Einsatzes hätten “IS-Terroristen das Feuer auf unsere mutige Polizei eröffnet”, fügte Yerlikaya hinzu.
Bei den sechs getöteten IS-Mitgliedern handele es sich um türkische Staatsbürger. Fünf Frauen und sechs Kinder, die sich bei den Islamisten aufgehalten hätten, seien in Sicherheit gebracht worden, erklärte der Minister.
In der vergangenen Woche hatte ein Istanbuler Staatsanwalt die Festnahme von 137 mutmaßlichen IS-Mitgliedern angeordnet. Vorliegenden Informationen zufolge soll die Gruppe Anschläge während der Feiertage zum Jahreswechsel geplant haben.
Die Türkei hat eine 900 Kilometer lange Grenze mit Syrien und befürchtet auch eine Infiltrationen durch militante Kämpfer aus dem Nachbarland. Die Dschihadistenmiliz wird für einen Anschlag im syrischen Palmyra Mitte Dezember verantwortlich gemacht, bei dem zwei US-Soldaten und ein Dolmetscher getötet wurden. Der türkische Geheimdienst hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass “zwischen Afghanistan und Pakistan” ein mutmaßlicher IS-Anführer festgenommen worden sei, der Selbstmordattentate in der Region und in Europa geplant haben soll.
© Agence France-Presse

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