Eines der renommiertesten Filmfestivals der Welt, die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale), findet in diesem Jahr zum 76. Mal statt. Das Festival wird vom 12. bis 22. Februar 2026 in Berlin ausgerichtet und bringt erneut Filmschaffende und Kinoliebhaber aus aller Welt zusammen.
In diesem Jahr sind auch zwei türkische Filme im offiziellen Wettbewerb vertreten: „Kurtuluş“ von Emin Alper und „Sarı Zarflar“ (Yellow Letters) von İlker Çatak treten im Rennen um den Goldenen Bären an.
Mehr als Filmvorführungen
Die Berlinale bietet auch 2026 weit mehr als Filmvorführungen. Zeitgleich zum Festival finden zahlreiche Branchenevents statt, darunter der Europäische Filmmarkt (EFM), Berlinale Talents, der Co-Production Market sowie Veranstaltungen des World Cinema Fund. Damit bleibt die Berlinale ein zentraler Treffpunkt für die internationale Filmindustrie.
Eröffnungsfilm und prominente Gäste
Der Eröffnungsfilm der 76. Berlinale ist „No Good Men“ der deutsch-afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat. Bei der Eröffnungszeremonie wird zudem die international gefeierte Schauspielerin Michelle Yeoh mit dem Ehren-Goldenen Bären ausgezeichnet. Den Vorsitz der Internationalen Jury übernimmt der renommierte deutsche Regisseur Wim Wenders.
Wettbewerb und Goldener Bär
Insgesamt 22 Filme konkurrieren in diesem Jahr im Wettbewerb um den Goldenen Bären. Zu den international beachteten Produktionen zählen unter anderem:
- At the Sea – Kornél Mundruczó (mit Amy Adams)
- Josephine – Beth de Araújo (mit Channing Tatum und Gemma Chan)
- Rosebush Pruning – Karim Aïnouz (mit Elle Fanning, Callum Turner, Jamie Bell und Pamela Anderson)
- Yellow Letters – İlker Çatak
- A New Dawn – Yoshitoshi Shinomiya (Anime)
Das Programm umfasst ein breites Spektrum von Drama über psychologische Thriller bis hin zu historischen Stoffen und unabhängigem Autorenkino.
Türkisches Kino stark vertreten
Neben den beiden Wettbewerbsfilmen sind weitere türkische Produktionen in verschiedenen Sektionen vertreten. Burak Çeviks experimenteller Kurzfilm İki Laborantın Yorgun Saatleri wird in der Sektion Forum Expanded gezeigt. In der Forum-Sektion laufen Dalya Keleş’ Kurzfilm Yerçekimi sowie Banu Sıvacıs Spielfilm Günyüzü.
Emin Alpers fünfter Langfilm Kurtuluş erzählt eine düstere Dorfgeschichte über Machtkämpfe und Landkonflikte zwischen zwei Familien. Der Film feiert seine Weltpremiere auf der Berlinale und ist sieben Jahre nach Kız Kardeşler erneut ein Beitrag des Regisseurs im Wettbewerb. In den Hauptrollen spielen Caner Cindoruk, Berkay Ateş und Feyyaz Duman.
İlker Çataks deutsch-französisch-türkische Koproduktion Sarı Zarflar thematisiert autoritären Druck und dessen Auswirkungen auf das Privat- und Familienleben. Die Hauptrollen übernehmen Özgü Namal und Tansu Biçer.
Berlin im Zeichen des Films
Nach der rekordhohen Besucherzahl der Berlinale 2025 sind die Erwartungen an die diesjährige Ausgabe besonders hoch. Vom 12. bis 22. Februar 2026 wird Berlin einmal mehr zur Stadt, in der das Herz der internationalen Filmwelt schlägt.

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