Goldener Bär bei der Berlinale 2026 vergeben

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Die Internationalen Filmfestspiele Berlinale 2026 in Berlin endeten am 21. Februar 2026 mit der feierlichen Preisverleihung, bei der der begehrte Goldene Bär verliehen wurde – der wichtigste Preis des renommierten internationalen Filmfestivals.

Hauptpreis: „Gelbe Briefe“ gewinnt den Goldenen Bären

Der Goldene Bär für den besten Film ging in diesem Jahr an das Politdrama „Gelbe Briefe“ (Yellow Letters) des Berliner Regisseurs İlker Çatak. 

Der Film erzählt die Geschichte eines türkischen Künstlerpaares, das aufgrund seiner politischen Haltung in Ankara unter Druck gerät und sowohl beruflich als auch persönlich schwere Zeiten erlebt.  

Mit diesem Preis kehrt ein deutscher Beitrag nach mehr als 20 Jahren wieder an die Spitze der Berlinale‑Preisträgerliste zurück – zuletzt hatte „Gegen die Wand“ von Fatih Akin 2004 den Goldenen Bären gewonnen.  

Weitere wichtige Auszeichnungen

Neben dem Goldenen Bären wurden auch zahlreiche Silberne Bären verliehen:

  • Großer Preis der Jury: Kurtuluş von Emin Alper
  • Preis der Jury: Queen at Sea von Lance Hammer
  • Silberner Bär für Regie: Grant Gee für Everybody Digs Bill Evans
  • Silberner Bär – Beste Hauptrolle: Sandra Hüller für ihre Leistung im Drama Rose
  • Silberner Bär – Beste Nebenrollen: Anna Calder‑Marshall und Tom Courtenay in Queen at Sea
  • Bester Drehbuchpreis: Geneviève Dulude‑de Celles für Nina Roza
  • Auszeichnung für herausragende künstlerische Leistung: Anna Fitch und Banker White (Yo (Love is a Rebellious Bird))
  • Bester Dokumentarfilm: If Pigeons Turned to Gold von Pepa Lubojacki
  • GWFF‑Preis Debütfilm: Chronicles From the Siege von Abdallah Alkhatib  

Sandra Hüller ausgezeichnet

Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller erhielt den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle für ihre Rolle in Rose. Darin verkörpert sie im Schwarz‑Weiß‑Drama eine Frau im 17. Jahrhundert, die sich als Mann ausgibt, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. 

Die Berlinale 2026 zeigte erneut ein starkes internationales Teilnehmerfeld und setzte mit politischen wie künstlerisch anspruchsvollen Filmen Akzente – nicht zuletzt durch die Entscheidung für ein politisch relevantes Drama als Gewinner des Goldenen Bären.

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