Israelisches Militär erklärt: Irans Religionsführer Chamenei getötet

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Nach Angriffen der israelischen Armee auf hochrangige politische und militärische Ziele in Teheran haben israelische Sicherheitskreise behauptet, Irans oberster Führer Ali Chamenei sei getötet worden. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte hingegen auf Nachfrage, sowohl Chamenei als auch Präsident Masoud Peseschkian seien nach seinem Kenntnisstand am Leben.

Der israelische Fernsehsender Kanal 12 berichtete unter Berufung auf Sicherheitsvertreter, man gehe davon aus, dass ein Attentatsversuch auf Chamenei erfolgreich gewesen sei. Ein hochrangiger israelischer Beamter sagte dem Sender, sollte Chamenei live im Fernsehen auftreten, wäre man „äußerst überrascht“. Nach bisherigen Einschätzungen sei er „nicht mehr unter uns“, eine endgültige Bestätigung stehe jedoch noch aus.

Zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, in der iranischen Hauptstadt Teheran zeitgleiche Angriffe auf führende politische und militärische Funktionsträger durchgeführt zu haben.

Schlüsselrolle im iranischen Machtgefüge

Chamenei gilt als mächtigste politische Autorität im Iran. Als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte verfügt er über weitreichende Befugnisse und kann grundlegende Richtlinien in Bereichen wie Regierungspolitik, Wirtschaft, Außenpolitik und nationaler Planung festlegen.

Er übt direkten oder indirekten Einfluss auf Exekutive, Legislative und Judikative sowie auf Militär und staatliche Medien aus. Kandidaten für die Expertenversammlung, das Präsidentenamt und das Parlament werden vom Wächterrat geprüft, dessen Mitglieder direkt oder indirekt von ihm bestimmt werden.

Außenminister Araghtschi wies die Berichte über den Tod Chameneis zurück. Auf die Frage, ob der Religionsführer und Präsident Peseschkian noch am Leben seien, antwortete er: „Ja, soweit ich weiß, leben sie.“

 

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