Türkisches Frachtschiff durchquert Meerenge von Hormus nach iranischer Genehmigung

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Ein türkisch geführtes Frachtschiff hat nach einer Genehmigung der iranischen Behörden die strategisch wichtige Meerenge von Hormus passiert. Das teilte der türkische Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu türkischen Medien zufolge mit.

Der Minister erklärte bei einem Fastenbrechen mit Journalisten, dass sich insgesamt 15 türkische Schiffe in der Nähe der Meerenge befunden hätten. Für eines dieser Schiffe sei eine Sondergenehmigung erteilt worden, da es zuvor einen iranischen Hafen angelaufen hatte.

„Wir hatten dort 15 Schiffe. Für eines davon konnten wir eine Genehmigung der iranischen Behörden erhalten, weil es zuvor einen iranischen Hafen genutzt hatte, und wir konnten es passieren lassen“, wurde Uraloğlu zitiert. Die übrigen 14 Schiffe warteten weiterhin in der Region, hätten derzeit jedoch keine unmittelbaren Probleme.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich bei dem Schiff um die „Rozana“. Insgesamt befinden sich auf den türkisch geführten Schiffen in der Region demnach 171 Besatzungsmitglieder. Die türkische Regierung habe zudem die höchste Sicherheitswarnstufe für das Gebiet ausgerufen und führe weiterhin Gespräche mit iranischen Behörden, um auch für die übrigen Schiffe eine Passage zu ermöglichen.

Die Meerenge von Hormus zählt zu den wichtigsten maritimen Routen für den weltweiten Energiehandel. Seit Beginn des Krieges zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite am 28. Februar hat sich das Gebiet zu einem neuen geopolitischen Brennpunkt entwickelt. Der Konflikt hat den regulären Schiffsverkehr dort weitgehend eingeschränkt, wodurch zahlreiche Handelsschiffe festliegen.

Experten warnen, dass eine längere Blockade der Passage erhebliche Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt haben könnte, da ein großer Teil der internationalen Öl- und Gaslieferungen über diese Route transportiert wird.

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