Im Zuge einer von der Staatsanwaltschaft Istanbul geführten Untersuchung wegen der Vorwürfe der Bestechlichkeit, der Vorteilsannahme im Amt sowie der Manipulation öffentlicher Ausschreibungen sind insgesamt 13 Verdächtige der Justiz überstellt worden. Unter ihnen befindet sich auch der Bürgermeister der westtürkischen Stadt Uşak, Özkan Yalım. Wie aus Justizkreisen zu vernehmen war, wurden nach Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Vernehmungen sämtliche Beschuldigten mit dem Antrag auf Anordnung der Untersuchungshaft dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.
Die Ermittlungen werden von der Abteilung zur Bekämpfung von Finanzdelikten der Istanbuler Polizeidirektion unter Koordination der Staatsanwaltschaft geführt. Im Rahmen einer entsprechenden Operation waren die Verdächtigen festgenommen worden; gegen Yalım steht der Vorwurf im Raum, von Privatpersonen und Unternehmen Bestechungsgelder angenommen zu haben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die 13 Beschuldigten nach einer medizinischen Untersuchung dem Justizpalast im Istanbuler Stadtteil Çağlayan zugeführt.
Haftantrag gegen Yalım gestellt
Nach Abschluss der Vernehmungen bei der Staatsanwaltschaft wurden alle 13 Verdächtigen – darunter auch Yalım – dem Haftrichter mit dem Antrag auf Anordnung der Untersuchungshaft überstellt. Darüber hinaus wurde bekannt, dass im Zusammenhang mit den Ermittlungen vier weitere Personen in Uşak festgenommen wurden; sie sollen zur weiteren Bearbeitung des Verfahrens nach Istanbul überführt werden.

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