Drei Nachrichten, ein kurzer Überblick: Was hat diese Woche bewegt? In unserem Video haben wir drei ausgewählte Nachrichten kompakt für Sie zusammengefasst. Folgen Sie uns auf YouTube, Instagram und X um Videos und Nachrichten nicht zu verpassen.
Ehemaliger BND-Chef in Untersuchungshaft
Der ehemalige BND-Präsident August Hanning sitzt in Untersuchungshaft. Der 80-Jährige war am Dienstag festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, über Jahre hinweg geheime Informationen des Bundesnachrichtendienstes gegen Bezahlung beschafft und für seine private Beratertätigkeit genutzt zu haben.
Laut Bundesanwaltschaft soll sein früherer Büroleiter Manfred D. ihm bis 2022 rund 2.000 Dokumente überlassen haben, darunter zahlreiche als geheim eingestufte Unterlagen. D. sitzt in Untersuchungshaft.
D. arbeitete von 2012 bis März 2026 auch für weitere BND-Präsidenten als Büroleiter. Dadurch hatte er Zugriff auf zahlreiche vertrauliche Informationen.
Hanning soll zudem Informationen an Kontakte ausländischer Geheimdienste weitergegeben und eine Analyse für einen Mitarbeiter eines fremden Nachrichtendienstes erstellt haben. Ob diese tatsächlich übermittelt wurde, ist bislang unklar.
Hanning war von 1998 bis 2005 BND-Präsident.
Hannings Anwalt weist die Vorwürfe zurück. Sein Mandant habe die Informationen nicht zum Nachteil Deutschlands weitergegeben. Die Ermittlungen dauern an.
Schröders Putin-Besuch sorgt für Empörung
Ein Treffen sorgt für heftige Kritik in Deutschland: Altkanzler Gerhard Schröder hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin an dessen 74. Geburtstag in Moskau besucht.
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich darüber „zutiefst empört“ und bezeichnete das gemeinsame Feiern angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine als „geradezu unmoralisch“.
Auch aus Schröders eigener Partei kommt deutliche Kritik. SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil nannte das Treffen „völlig inakzeptabel“.
Besonders scharfe Worte fand der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev. Er kritisierte, dass Schröder Putin herzlich umarmt habe, während russische Angriffe ukrainische Zivilisten und Kinder das Leben kosteten.
Der Kreml erklärte, Putin habe von Schröders Aufenthalt in Moskau erfahren und ihn daraufhin eingeladen. Fotos zeigen beide Männer lächelnd beim Händeschütteln.
Schröder selbst betont, dass er sich bei seiner Freundschaft zu Putin nicht vorschreiben lasse, was er zu tun habe.
Berlin: SPD, Grüne und Linke sondieren Zusammenarbeit
In Berlin beginnen SPD, Grüne und Linke Gespräche über eine mögliche gemeinsame Regierungsbildung. Zweieinhalb Wtiteochen nach der Abgeordnetenhauswahl haben sich die drei Parteien auf den Start der Sondierungen verständigt.
Voraussetzung dafür war eine Einigung beim Thema Antisemitismus. Die Parteien bekennen sich zum Schutz jüdischen Lebens und zum Existenzrecht Israels. Verstöße gegen die vereinbarten Grundsätze können für Mitglieder bis zum Partei- oder Fraktionsausschluss führen.
Außerdem vereinbarten die drei Parteien, Kontakte zur Organisierten Kriminalität strikt zu meiden und Verstöße konsequent zu ahnden.
Die Berliner CDU kritisiert die Vereinbarung zum Antisemitismus als unzureichend. Auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft äußerte Zweifel an der Einigung.
Bei der Wahl am 20. September wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. Kommt es zu einem rot-grün-roten Bündnis, könnte Elif Eralp als erste Frau für die Linke Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden.
Die Sondierungen sollen nun klären, ob eine gemeinsame Koalition möglich ist.

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