„Big Mac Index“: Türkei als teuerstes Land der Welt für Lebensmittel und Getränke

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In letzter Zeit ist der Preis für den Big Mac in der Türkei aufgrund von Wechselkursschwankungen und einer anhaltenden Inflation stark gestiegen. Laut Prof. Dr. Hakan Kara liegt die Türkei derzeit deutlich über dem globalen Durchschnitt, was die Preise für Lebensmittel betrifft.

Die jüngsten Entwicklungen verdeutlichen die wachsende Diskrepanz zwischen der türkischen Wirtschaft und anderen Märkten weltweit. Insbesondere die gestiegenen Lebenshaltungskosten werfen einen Schatten auf das Konsumverhalten der türkischen Bevölkerung und verdeutlichen die Auswirkungen der wirtschaftlichen Turbulenzen, die das Land in den letzten Jahren geprägt haben.

Laut den von The Economist veröffentlichten Daten hat der Preis eines Big Mac in der Türkei einen Rekordwert erreicht und übersteigt mittlerweile den weltweiten Durchschnitt.

Wie der renommierte Ökonom Prof. Dr. Hakan Kara betont, verdeutlicht dies, dass die Türkei längst nicht mehr als „günstiges“ Land gilt, sondern in einigen Bereichen zu den teuersten Ländern weltweit gehört.

Inflationärer Druck

Laut einem Bericht der Ekonomim-Zeitung zeigt eine von Hakan Kara geteilte und auf den Daten von The Economist basierende Grafik die Entwicklung der Big Mac-Preise in der Türkei seit 2002. Bis 2018 verfolgten die Preise einen ähnlichen Verlauf wie der weltweite Durchschnitt. Ab diesem Zeitpunkt jedoch stiegen die Preise rapide an und übertrafen Ende 2023 deutlich den globalen Durchschnitt.

Besonders der steile Anstieg zu Beginn von 2024 und 2025 verdeutlicht eindrucksvoll die Auswirkungen des inflationären Drucks und des Anstiegs des Wechselkurses in der Türkei. Die Grafik stellt zudem einen wichtigen Indikator dar, da sie die Kaufkraftparität eines Landes widerspiegelt.

Erheblicher Rückgang der Kaufkraft

Die im Januar 2025 von The Economist veröffentlichten Big Mac-Index-Daten verdeutlichen eindrucksvoll, wie hoch die Preise in der Türkei im Vergleich zu anderen Ländern sind. Dieses Phänomen, das eine Spiegelung der wirtschaftlichen Probleme des Landes darstellt, beschränkt sich keineswegs nur auf den Preis eines Hamburgers. Besonders der Anstieg des Dollar-Kurses und die anhaltend hohe Inflation führen zu einem spürbaren Rückgang der Kaufkraft.

Wie Kara betont, stellt der Preis von 205 TL für den günstigsten Big Mac in der Türkei ein bedeutendes Indiz für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes dar. Zudem gilt dieser Preis nur für die erschwinglicheren Standorte. In größeren Städten und touristischen Gebieten können die Preise erheblich höher ausfallen. Wenn man darüber hinaus noch die Kosten für Beilagen berücksichtigt, wird das Ausmaß der Situation noch deutlicher.

 

Quelle: velev

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