In Ankara steigen die Brotpreise weiter an: Ein 200-Gramm-Brot kostet nun 12,5 Türkische Lira. Viele Bürger, die unter der zunehmenden wirtschaftlichen Not leiden, suchen daher Zuflucht bei dem günstigeren und zugleich schwereren „Halk Ekmek“. Halk Ekmek ist ein staatlich subventioniertes Brot, das von kommunalen Bäckereien zu günstigeren Preisen angeboten wird. Besonders in Krisenzeiten greifen viele Bürger darauf zurück, doch die langen Warteschlangen vor den Verkaufsstellen sorgen für Unmut.
Ein Bürger, der in der Schlange auf sein Brot wartete, äußerte seinen Frust gegenüber einer Kamera: „Sobald wir etwas sagen, werden wir festgenommen. Wie sollen wir überleben?” zunehmende Verzweiflung vieler Menschen in der Türkei.
Preissteigerungen setzen Bürger unter Druck
Mit dem Jahreswechsel kam es in der Türkei zu einer neuen Welle von Preiserhöhungen. Nach der Anpassung des Mindestlohns und der Veröffentlichung der Inflationsdaten durch das Türkische Statistikamt (TÜİK) stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel und Dienstleistungen drastisch an. In Ankara stieg der Preis für ein 200-Gramm-Brot um 25 Prozent von 10 auf 12,5 Lira.
Auch die kommunale Bäckerei der Hauptstadt, die „Ankara Büyükşehir Belediyesi Halk Ekmek“, sah sich aufgrund steigender Kosten gezwungen, ihre Preise anzupassen. Seit dem 3. Februar kostet ein 250-Gramm-Brot nicht mehr 8, sondern 10 Lira.
Die von der Nachrichtenagentur ANKA veröffentlichten Bilder zeigen die wachsende Wut der Menschen. Ein Mann in der Warteschlange sprach aus, was viele denken: „Wenn ein Land Schlangen für Brot hat, ist es am Ende.“
Die wirtschaftlichen Probleme der Türkei, geprägt von Inflation, Währungsabwertung und steigenden Lebenshaltungskosten, setzen immer mehr Bürger unter Druck. Dass selbst Grundnahrungsmittel wie Brot für viele zur finanziellen Belastung werden, zeigt die Tiefe der Krise – und das Ausmaß der Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
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