Menschenrechtsaktivistin verurteilt Terrorismusvorwürfe gegen Schülerinnen wegen ihres Kontakts zu Gleichaltrigen

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US-Menschenrechtlerin verurteilt Terroranklagen gegen Schülerinnen in der Türkei Die US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin Andrea Barron hat die Anklage von 41 Personen in der Türkei, darunter 14 Minderjährige, wegen Terrorismus scharf kritisiert. Sie bezeichnete den Fall als eklatante Verletzung grundlegender Freiheiten. Barron, eine in Washington, D.C. ansässige Expertin für Menschenrechte, die mit Folterüberlebenden arbeitet, reiste im September und erneut im Februar nach Istanbul, um den als „Mädchen-Prozess“ bekannten Fall zu beobachten. Sie verurteilte die Anklagen gegen die 41 Angeklagten, darunter 15 Schülerinnen, die beschuldigt werden, sich durch alltägliche soziale und religiöse Aktivitäten des Terrorismus schuldig gemacht zu haben, wie das Studium von Mathematik und Naturwissenschaften, das Lesen des Korans und gegenseitige finanzielle Unterstützung.

Barron, die jahrelang zu Menschenrechtsthemen in Afrika gearbeitet hat, äußerte gegenüber der Nachrichtenwebsite TR724, dass die Verfolgung dieser jungen Frauen und ihrer Mütter wegen solcher Aktivitäten ein schwerwiegender Verstoß gegen die Menschenrechte sei. Sie betonte, dass die Anklagen nicht nur unbegründet, sondern auch ein Versuch seien, religiöse und soziale Zusammenkünfte zu kriminalisieren.

Die Menschenrechtslage in der Türkei steht seit langem international in der Kritik, insbesondere hinsichtlich der Einschränkung von Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Der aktuelle Fall wirft erneut Fragen zur Unabhängigkeit der Justiz und zum Schutz grundlegender Rechte im Land auf.

Die internationale Gemeinschaft wird aufgerufen, die Entwicklungen in diesem Prozess genau zu verfolgen und sich für die Rechte der Angeklagten einzusetzen. Es bleibt abzuwarten, wie die türkischen Behörden auf die wachsende Besorgnis reagieren werden.

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