AKP droht Journalisten offen mit Akkreditierungsentzug

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Berichten zufolge hat der stellvertretende Vorsitzende der AKP, Faruk Acar, Journalisten auf dem AKP-Treffen in Kızılcıhamam davor gewarnt, Insider-Informationen zu veröffentlichen. Dabei soll er mit dem Entzug ihrer Akkreditierungen gedroht haben.

Die Drohung wurde in der Kolumne „Wenn die Wände sprechen könnten“ der Nefes-Zeitung von Tarık Işık und Mahmut Aydın thematisiert, in der die zunehmende Repression der AKP gegenüber Journalistinnen und Journalisten beleuchtet wird. Informationen aus dem Umfeld der Kızılcıhamam-Tagung hatten in den vergangenen Tagen die politische Agenda in der Türkei maßgeblich geprägt und für intensive Diskussionen gesorgt.

Faruk Acar, der neue stellvertretende Vorsitzende der AKP mit Zuständigkeit für Kommunikation und Medien, habe laut Nefes explizit darauf hingewiesen, dass aus den parteiinternen Sitzungen des Zentralkomitees und des Exekutivkomitees keine Hintergrundberichte oder Insider-Informationen nach außen dringen dürften. Andernfalls werde die Akkreditierung der betroffenen Journalistinnen und Journalisten entzogen.

Die Zeitung kommentierte: „Das bedeutet übersetzt: Berichten ist nicht erwünscht, es soll nur das verbreitet werden, was vorgegeben wird. Acar scheute sich nicht einmal, offen Druck auszuüben. Die AKP, die ohnehin seit Jahren vor allem Vertreter ihr genehmer Medien zulässt, hat mit diesem Vorgehen erneut einen Schlag gegen die Pressefreiheit geführt und sich damit in die Geschichte eingeschrieben.“

 

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