Drei Nachrichten, ein kurzer Überblick: Was hat diese Woche bewegt? In unserem Video haben wir drei ausgewählte Nachrichten kompakt für Sie zusammengefasst. Folgen Sie uns auf YouTube, Instagram und X um Videos und Nachrichten nicht zu verpassen.
75 Jahre Bundesverfassungsgericht
Das Bundesverfassungsgericht hat am 28. September 2026 in Karlsruhe sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. Mehr als 1.000 Gäste aus Politik, Justiz und Gesellschaft kamen zum Festakt in die Karlsruher Stadthalle.
Beim Festakt wurde die Bedeutung des Bundesverfassungsgerichts als Wächter des Grundgesetzes hervorgehoben. Bundespräsident Steinmeier warnte vor zunehmenden Angriffen auf Demokratie und Rechtsstaat und forderte, das Verfassungsgericht davor zu schützen.
Auch Bundeskanzler Merz betonte die zentrale Bedeutung des Gerichts für die deutsche Demokratie. Gerade in politisch turbulenten Zeiten sei das Bundesverfassungsgericht eine wichtige Säule des demokratischen Systems.
Das Bundesverfassungsgericht wurde am 28. September 1951 offiziell eröffnet. Es überprüft unter anderem Gesetze auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz und schützt die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger.
Wüst trifft Erdoğan und ehrt Gündoğan
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst ist bei seinem ersten Besuch in der Türkei überraschend von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan empfangen worden. In Ankara sprachen beide über die Beziehungen zwischen NRW und der Türkei, wirtschaftliche Zusammenarbeit und aktuelle politische Entwicklungen.
Anlass für Wüsts Reise ist der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens von 1961. Wüst würdigte dabei den Beitrag der rund eine Million Menschen mit türkischen Wurzeln in Nordrhein-Westfalen. Auch wirtschaftlich sind beide Seiten eng verbunden. Das Handelsvolumen liegt bei mehr als zehn Milliarden Euro. Wüst setzt sich zudem für eine modernisierte EU-Türkei-Zollunion und schnellere Visa-Verfahren ein.
Gleichzeitig wurden kritische Themen wie Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit in der Türkei angesprochen. Wüst betont dennoch den Dialog und die weitere Zusammenarbeit.
Am Dienstagabend ehrte Wüst in Istanbul den früheren DFB-Kapitän İlkay Gündoğan mit der Mevlüde-Genç-Medaille des Landes NRW. Ausgezeichnet wird sein Einsatz gegen Rassismus und Ausgrenzung sowie für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Medaille erinnert an Mevlüde Genç, die beim rassistischen Anschlag von Solingen 1993 fünf Familienmitglieder verlor und sich anschließend für Versöhnung und ein friedliches Miteinander einsetzte.
Am Mittwoch endete Wüsts dreitägige Türkei-Reise mit der NRW-Türkei-Wirtschaftskonferenz in Istanbul.
Klopp reagiert auf Rassismus
Vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien wurde Klopp auf Beiträge in sozialen Netzwerken angesprochen. Darin war unter anderem zu lesen, die Nationalmannschaft sei „nicht weiß genug“.
Klopp sagte Für solche Äußerungen habe er im Alltag und auch in den sozialen Medien keine Zeit.
Besonders betonte Klopp das Miteinander innerhalb der Mannschaft. In seinem Team spielten zahlreiche Fußballer mit unterschiedlichen familiären und kulturellen Hintergründen zusammen. Gerade die Nationalmannschaft zeige, wie respektvolles Zusammenleben funktionieren kann.
Der Bundestrainer sagte: „Die Welt dürfte sich ein Beispiel an einer Sport-Umkleidekabine nehmen.“ Dort werde jeder aufgrund von Tatsachen respektiert und nicht wegen falscher Meinungen diskreditiert.

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