Drohnenangriff auf russische Ölindustrie: Lukoil-Raffinerie offenbar getroffen

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Ein massiver Drohnenangriff hat in der russischen Region Nischni Nowgorod erhebliche Schäden an einem Industriebetrieb verursacht. Berichten zufolge wurde dabei eine der größten Ölraffinerien Russlands getroffen. Der Angriff zeigt, wie stark sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine inzwischen auch gegen die Energieversorgung richtet.

In der Nacht zum Sonntag, dem 1. November, wurden aus der Region Nischni Nowgorod zahlreiche Explosionen gemeldet. Gouverneur Gleb Nikitin bestätigte erhebliche Schäden an einer Industrieanlage im Bezirk Kstowo. Nach seinen Angaben wurden mehr als 100 Drohnen abgewehrt.

Unabhängige russische und ukrainische Medien berichteten, dass die Lukoil-Raffinerie NORSI Ziel des Angriffs gewesen sei. Auf verbreiteten Videoaufnahmen waren große Brände zu sehen. Die russischen Behörden bestätigten zunächst jedoch nicht ausdrücklich, welche Anlage getroffen wurde.

Die Raffinerie gehört zu den bedeutenden russischen Verarbeitungsstandorten für Erdöl. Sie verfügt über eine jährliche Verarbeitungskapazität von ungefähr 15 bis 17 Millionen Tonnen Rohöl.

Für die Ukraine sind solche Einrichtungen strategische Ziele. Angriffe auf Raffinerien sollen die Treibstoffversorgung und die Einnahmen der russischen Kriegswirtschaft beeinträchtigen.

Russland hat seinerseits die ukrainische Energieinfrastruktur erneut angegriffen. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj waren am Sonntag Hunderttausende Haushalte zeitweise ohne Strom.

Die gegenseitigen Angriffe erhöhen die Belastung der Zivilbevölkerung und erschweren eine diplomatische Deeskalation.

Wie stark die Produktion der mutmaßlich betroffenen Lukoil-Raffinerie beschädigt wurde, ist bislang nicht unabhängig bestätigt.

Foto: Das Logo des russischen Ölkonzerns Lukoil ist an einer seiner Tankstellen in Moskau am 16. April 2021 zu sehen. (Foto von Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)

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