Ein achtjähriges Mädchen ist in einem Wildpark in Brandenburg von mindestens einem Wolf angegriffen und schwer verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich während eines speziellen Kinderprogramms. Nun untersuchen Polizei und Behörden, ob Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.
Der Angriff geschah am Mittwochmorgen im Wildpark Johannismühle bei Baruth/Mark, südlich von Berlin. Das Mädchen nahm gemeinsam mit zwei weiteren Kindern an einem sogenannten Tierpflegertag teil.
Nach Angaben des Landkreises Teltow-Fläming befanden sich die Kinder mit einer Mitarbeiterin im Wolfsgehege, als es während der Versorgung der Tiere zu dem Angriff kam.
Die Tierpflegerin griff ein und verhinderte nach Darstellung des Landkreises weitere Verletzungen. Das schwer verletzte Mädchen wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die anderen Kinder blieben körperlich unverletzt.
Der Wildpark wurde geschlossen und darf erst nach behördlicher Freigabe wieder öffnen.
Die Polizei prüft, ob fahrlässiges Verhalten zu dem Angriff beigetragen haben könnte. Auch das zuständige Veterinäramt und die Naturschutzbehörde untersuchen die Abläufe.
Nach Angaben des Landkreises waren bei einer Kontrolle im Juli 2025 keine sicherheitsrelevanten Mängel an den Einfriedungen festgestellt worden. Eine weitere Kontrolle im März 2026 ergab keine tierschutzrechtlichen Beanstandungen.
Diese Befunde beantworten jedoch nicht die Frage, ob das Betreten des Wolfsgeheges durch Kinder ausreichend abgesichert war.
Der Fall wirft damit grundsätzliche Fragen zur Verantwortung zoologischer Einrichtungen auf, die unmittelbare Begegnungen zwischen Besuchern und gefährlichen Wildtieren anbieten

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