Sturmtief „Manja“ hat in Norddeutschland Überschwemmungen, Rettungseinsätze und erhebliche Verkehrsbehinderungen verursacht. Besonders betroffen waren am Montag Hamburg sowie mehrere Küstenstädte in Niedersachsen. In mindestens zwei Fällen mussten Menschen von Autodächern gerettet werden.
Am Hamburger Fischmarkt wurden Fahrzeuge von den Wassermassen eingeschlossen. In der HafenCity kletterte eine Frau auf das Dach ihres Autos, nachdem das Wasser um den Wagen gestiegen war. Die Feuerwehr brachte sie in Sicherheit. Auch in Elsfleth in Niedersachsen retteten Einsatzkräfte einen Menschen aus einer ähnlichen Situation.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hatte für Montag erhöhte Wasserstände vorhergesagt. An der nordfriesischen Küste erreichte das Hochwasser nach Angaben der Tagesschau stellenweise 1,5 bis zwei Meter über dem mittleren Hochwasser. Auch Cuxhaven, Wilhelmshaven und Bremerhaven waren betroffen. Fährverbindungen zu Nordseeinseln und Halligen wurden zeitweise eingestellt oder eingeschränkt.
Der Sturm beeinträchtigte zudem den Schiffsverkehr. In Bremerhaven kollidierte ein Kreuzfahrtschiff nach einer starken Windböe mit zwei Containerschiffen. Nach Polizeiangaben befanden sich rund 3.350 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffs.
Die Sturmflutwarnung vom Montag galt bis zum Nachmittag. Eine fortbestehende Warnung für Dienstag lässt sich daraus nicht ableiten.
Die Ereignisse zeigen, wie schnell Sturmfluten selbst in Regionen mit ausgebautem Küstenschutz gefährliche Situationen schaffen können. Für die weitere Bewertung sind die tatsächlichen Schäden und die aktuellen amtlichen Warnungen entscheidend.

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