Zeitumstellung: Warum die EU eine Entscheidung seit acht Jahren nicht umsetzt

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Eine Stunde zurück – und kein Ende in Sicht: Warum Europa weiter an der Uhr dreht

In Deutschland und zahlreichen weiteren europäischen Ländern wurden die Uhren in der Nacht zum Sonntag um eine Stunde zurückgestellt. Um 3 Uhr begann erneut die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr. Damit endete die Sommerzeit. Doch die seit Jahren diskutierte Abschaffung der Zeitumstellung lässt weiter auf sich warten.

Bereits 2018 hatte die Europäische Kommission vorgeschlagen, die halbjährliche Umstellung zu beenden.
Zuvor hatten sich bei einer europaweiten Onlinebefragung 84 Prozent der Teilnehmenden dafür ausgesprochen. Allerdings beteiligten sich nur rund 4,6 Millionen Menschen. Die Umfrage war nicht repräsentativ.

Das Europäische Parlament unterstützte 2019 grundsätzlich die Abschaffung. Für eine endgültige Änderung fehlt jedoch weiterhin die erforderliche Einigung zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

Ein wesentlicher Streitpunkt ist die Frage, welche Zeit dauerhaft gelten soll: die heutige Normalzeit oder die Sommerzeit.
Unterschiedliche Entscheidungen benachbarter Länder könnten neue Probleme für den grenzüberschreitenden Verkehr, Unternehmen und den europäischen Binnenmarkt schaffen.

Auch die gesundheitlichen Folgen werden diskutiert. Schlafmediziner weisen darauf hin, dass die Umstellung den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus vorübergehend beeinflussen kann.

Bis zu einer europäischen Einigung bleibt das bisherige System bestehen. Die nächste Zeitumstellung in Deutschland ist für den 28. März 2027 vorgesehen.

Der politische Widerspruch: Seit Jahren besteht breite Unterstützung für eine Reform. Dennoch ist es den EU-Staaten bislang nicht gelungen, eine gemeinsame Lösung zu vereinbaren.

Quellen: Bundeswirtschaftsministerium, 22.10.2026 · Rat der Europäischen Union – Stand des Gesetzgebungsverfahrens · NDR, 24.10.2026

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