Sie durchbrach eine Männerdomäne: Filmproduzentin Regina Ziegler mit 82 Jahren gestorben

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Die deutsche Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler ist tot. Die Unternehmerin starb am Sonntag, dem 1. November, im Alter von 82 Jahren in Berlin. Sie gehörte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Medienlandschaft und ebnete Frauen den Weg in eine lange Zeit von Männern dominierte Branche.

Regina Ziegler wurde 1944 in Quedlinburg geboren. Im Jahr 1973 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Ziegler Film. Damit gehörte sie zu den ersten Frauen in Deutschland, die als unabhängige Filmproduzentinnen unternehmerisch tätig wurden.

Der Einstieg war schwierig. Das notwendige Startkapital lieh sie sich von Freunden und Verwandten. Aus dem kleinen Unternehmen entwickelte sie einen der bekanntesten unabhängigen Filmproduzenten Deutschlands.

In ihrer mehr als fünfzigjährigen Karriere verantwortete Ziegler über 500 Film- und Fernsehproduktionen. Dazu gehörten erfolgreiche Serien wie „Weissensee“, „Kommissarin Heller“ und „Familie Bundschuh“.

Sie arbeitete mit bedeutenden Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff zusammen. Ihre Produktionen wurden unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, dem Grimme-Preis und einem International Emmy ausgezeichnet.

Seit 2000 führte Ziegler das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Tochter Tanja.

Das ZDF würdigte sie als Wegbereiterin für Frauen in der Medienbranche. Auch der WDR hob ihre gesellschaftlich relevanten Produktionen hervor.

Ihr Tod markiert das Ende einer außergewöhnlichen Karriere, die weit über kommerziellen Filmerfolg hinausging. Ziegler zeigte, dass Frauen nicht nur vor der Kamera, sondern auch bei der Finanzierung, Entwicklung und Gestaltung großer Medienproduktionen entscheidenden Einfluss ausüben können.

Foto: Die deutsche Produzentin Regina Ziegler (M) und die deutsche Schauspielerin Maria Matschke Engel (R) treffen am 16. Mai 2026 im südfranzösischen Cannes zur Vorführung des Films „El ser querido“ (Der Geliebte) bei der 79. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ein. (Foto: Sameer AL-DOUMY / AFP)

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