Die Bundesregierung hat die Steuern auf Benzin und Diesel gesenkt, doch Autofahrer müssen weiterhin tief in die Tasche greifen. Anfang November kostet ein Liter Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt rund 2,13 Euro, Diesel sogar etwa 2,28 Euro. Die hohen Preise sind eine Folge der anhaltenden Energiekrise durch den Krieg im Nahen Osten.
Seit dem 1. Oktober gilt in Deutschland eine befristete Senkung der Energiesteuer. Einschließlich der Umsatzsteuer soll die Maßnahme eine Entlastung von ungefähr 17 Cent pro Liter ermöglichen.
Der Tankrabatt läuft bis zum 31. Dezember 2026.
Nach aktuellen Marktdaten sind die Benzinpreise seit Ende September tatsächlich gesunken. Beim Diesel fällt die Entlastung allerdings geringer aus. Zudem liegen beide Kraftstoffarten weiterhin deutlich über den Preisen vor Beginn des Iran-Krieges.
Vor der Eskalation im Februar kostete Superbenzin etwa 1,83 Euro und Diesel rund 1,75 Euro pro Liter.
Die Bundesregierung will deshalb weitere Maßnahmen ergreifen. Spätestens zum Jahresbeginn 2027 soll ein vorübergehender Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens eingeführt werden. Die konkrete Ausgestaltung ist noch offen.
Seit April dürfen Tankstellen ihre Preise zudem nur noch einmal täglich, um 12 Uhr, erhöhen. Preissenkungen bleiben jederzeit erlaubt.
Die Entwicklung belastet besonders Pendler, Handwerksbetriebe und Transportunternehmen. Höhere Transportkosten können sich auch auf Verbraucherpreise auswirken.
Ob der geplante Preisdeckel eine dauerhafte Entlastung bringt, hängt wesentlich von den internationalen Ölpreisen und seiner konkreten Umsetzung ab.

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