Zohran Mamdani als neuer Bürgermeister vereidigt

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New York City ist mit dem Jahreswechsel in eine neue politische Ära gestartet. Zohran Mamdani hat kurz nach Mitternacht sein Amt als Bürgermeister der größten US-Metropole übernommen. Der 34-jährige Demokrat sprach von einer „einmaligen Ehre und einem großen Privileg“, als er im kleinen Kreis den Amtseid ablegte.

Die Zeremonie markierte gleich mehrere Premieren: Mamdani ist der erste in Afrika geborene Bürgermeister der Stadt, der erste Muslim in diesem Amt – und der erste Bürgermeister New Yorks, der seinen Eid auf den Koran ablegte. Dabei nutzte er ein Exemplar, das seinem Großvater gehörte.

Geboren wurde Mamdani in Kampala (Uganda), im Alter von sieben Jahren kam er mit seiner Familie nach New York. Seit 2018 besitzt er die US-Staatsbürgerschaft. Bei der Bürgermeisterwahl Anfang November setzte er sich trotz massiver politischer Gegenwehr durch. US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf mit Konsequenzen wie dem Entzug von Bundesmitteln und sogar dem Einsatz der Nationalgarde gedroht.

Den Amtseid legte Mamdani bewusst im historischen U-Bahnhof Old City Hall in Manhattan ab. Nach Angaben seines Büros wollte er damit seine Nähe zur arbeitenden Bevölkerung betonen – insbesondere zu jenen, die täglich lange Wege pendeln müssen, weil das Leben in der Stadt immer teurer geworden ist.

Inhaltlich startet Mamdani mit ambitionierten Zielen. Er kündigte an, New York wieder bezahlbarer machen zu wollen. Zu seinen zentralen Wahlversprechen zählen kostenlose Busse, kostenlose Kinderbetreuung und eine Mietpreisbremse – Vorhaben, die den städtischen Haushalt Milliarden kosten dürften.

Für den weiteren Verlauf des Tages war eine große öffentliche Feier am Rathaus geplant. Erwartet wurden Zehntausende Besucher sowie prominente politische Unterstützer, darunter Senator Bernie Sanders und die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Den Abschluss sollte ein großes Straßenfest bilden.

Mit Mamdanis Amtsantritt richten sich nun hohe Erwartungen auf den jungen Bürgermeister – ebenso wie die Frage, wie er seine sozialen Reformpläne in einer der teuersten Städte der Welt umsetzen will.

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