Ein gepackter Notfallrucksack, Lebensmittelvorräte und wichtige Dokumente in Reichweite: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt den Menschen in Deutschland, sich auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten. Hintergrund sind nicht nur Naturkatastrophen und Stromausfälle, sondern auch Cyberangriffe, Sabotage und die veränderte Sicherheitslage in Europa.
Die Behörde rät, für den Fall einer kurzfristigen Evakuierung einen Notfallrucksack bereitzuhalten. Darin sollten persönliche Medikamente, Erste-Hilfe-Material, wichtige Dokumente, Bargeld, eine Taschenlampe, ein batteriebetriebenes Radio, wetterfeste Kleidung sowie Lebensmittel für zwei Tage enthalten sein.
Für jedes Familienmitglied wird ein eigener, leicht tragbarer Rucksack empfohlen.
Zusätzlich sollten Haushalte möglichst Lebensmittel und Trinkwasser für zehn Tage bevorraten. Wer das nicht sofort umsetzen kann, sollte zunächst Vorräte für mindestens drei Tage anlegen.
Die Empfehlungen sind Teil des aktualisierten BBK-Ratgebers „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. Darin berücksichtigt die Behörde ausdrücklich auch die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und mögliche hybride Bedrohungen.
Bereits im März 2025 hatte die Europäische Kommission eine Strategie vorgestellt, nach der Bürger mindestens 72 Stunden ohne externe Versorgung auskommen können sollten.
Bedeutet das, dass Deutschland unmittelbar vor einem Krieg oder einer Katastrophe steht?
Nein. Die Empfehlungen sind allgemeine Vorsorgemaßnahmen. Eine neue bundesweite akute Gefahrenwarnung, die ausdrücklich zum Packen von Notfalltaschen auffordert, ließ sich für den 2. November nicht bestätigen.
Das BBK betont, dass Vorbereitung Menschen in die Lage versetzen soll, bei Stromausfällen, Überschwemmungen oder anderen Krisen eigenständig zu handeln, bis professionelle Hilfe eintrifft.

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