Griechenland und Israel versenken Kriegsschiff: Militärübung verschärft Debatte um das östliche Mittelmeer

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Griechenland und Israel haben bei einer gemeinsamen Militärübung nördlich von Kreta neue Lenkwaffen getestet und eine ausgemusterte Fregatte versenkt. Das Manöver erhält zusätzliche politische Bedeutung, weil sich der Streit um die Seegrenzen zwischen der Türkei, Libyen und Griechenland erneut verschärft hat.

Die Übung fand bereits am 21. Oktober statt. Am 27. Oktober berichteten deutsche Medien ausführlicher darüber.
Nach Angaben der griechischen Marine wurden israelische SPIKE-Lenkwaffen von griechischen Kriegsschiffen abgefeuert. Auch zwei israelische Raketenboote nahmen an den Übungen teil.

Als Ziel diente die außer Dienst gestellte griechische Fregatte Bouboulina. Nach den Raketentests wurde das Schiff durch einen Torpedo eines griechischen U-Bootes versenkt.

Das Manöver fiel in eine Phase neuer diplomatischer Spannungen im östlichen Mittelmeer. Einen Tag zuvor hatte das Parlament im Osten Libyens ein umstrittenes Seegrenzenabkommen mit der Türkei gebilligt, das bereits 2019 geschlossen worden war.
Griechenland betrachtet die Vereinbarung als Verletzung seiner maritimen Rechte. Die Türkei weist diese Kritik zurück und verteidigt das Abkommen als rechtmäßig. Auch Israel hat die libysche Entscheidung kritisiert.

Die Marineführungen Griechenlands und Israels erklärten, ihre Zusammenarbeit bei maritimer Sicherheit und militärischer Technologie ausbauen zu wollen. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Planung der Übung und der libyschen Entscheidung ist nicht belegt. Dennoch verdeutlichen beide Entwicklungen, wie stark militärische Kooperation und konkurrierende Gebietsansprüche die Sicherheitslage im östlichen Mittelmeer prägen.

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