Google investiert Milliarden in KI: Trotz Umsatzrekord bricht der Gewinn ein

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Der Google-Mutterkonzern Alphabet wächst so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Doch der milliardenschwere Ausbau seiner KI-Infrastruktur belastet die Finanzen erheblich. Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen geriet die Aktie unter Druck.

Alphabet erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 127,6 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Nettogewinn sank dagegen um rund ein Viertel auf 26,2 Milliarden Dollar. Dazu trugen auch Verluste bei Finanzbeteiligungen bei.

Besonders stark wuchs das Cloud-Geschäft. Die Einnahmen von Google Cloud verdoppelten sich nahezu beziehungsweise stiegen um 103 Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar. Treiber waren vor allem die Nachfrage nach Rechenleistung und KI-Anwendungen.

Doch das Wachstum hat seinen Preis. Allein im dritten Quartal investierte Alphabet rund 51,4 Milliarden Dollar in Anlagen und Infrastruktur. Der freie Cashflow fiel mit minus 9,1 Milliarden Dollar deutlich negativ aus.

Nach Angaben des Unternehmens hat die KI-Anwendung Gemini inzwischen eine Milliarde Nutzer erreicht. Google versucht damit, seine Stellung im Wettbewerb mit anderen Anbietern generativer KI auszubauen.

Anleger reagierten dennoch skeptisch. Die Aktie verlor nachbörslich zeitweise mehr als zehn Prozent.

Die Zahlen verdeutlichen einen grundlegenden Widerspruch des KI-Booms: Die Nachfrage wächst rasant, zugleich müssen Technologiekonzerne enorme Summen in Rechenzentren und technische Infrastruktur investieren.

Für Europa ist die Entwicklung besonders relevant, weil Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zunehmend auf die Cloud- und KI-Dienste weniger internationaler Anbieter angewiesen sind.

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