Istanbul: Lehrerin nach Messerangriff eines Schülers gestorben

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Ein tödlicher Messerangriff an einer Schule im Istanbuler Stadtteil Çekmeköy hat in der Türkei Entsetzen ausgelöst. Die 44 Jahre alte Lehrerin Fatma Nur Çelik wurde von einem ihrer Schüler angegriffen und erlag wenig später ihren Verletzungen. Die Tat hat landesweit Bestürzung hervorgerufen und eine Debatte über die Sicherheit an Schulen neu entfacht.

Zur Gedenkfeier im Schulhof der Beruflichen und Technischen Anatolischen Oberschule „Çekmeköy Borsa İstanbul“ versammelten sich Hunderte Schüler, Lehrer, Eltern und Anwohner. Vor einem mit Blumen geschmückten Porträt der Getöteten gedachten sie der Pädagogin in Gebeten und stiller Anteilnahme. Auf Luftaufnahmen war zu erkennen, wie dicht gefüllt der Hof war – ein sichtbares Zeichen der breiten Anteilnahme.

Schüler reagierten fassungslos auf die Tat. Niemand habe mit einer solchen Gewalttat gerechnet, sagte eine Schülerin. Fatma Nur Çelik sei eine „sehr gute und fröhliche Lehrerin“ gewesen. Kollegen beschrieben sie als engagiert und zugewandt.

Auch politisch bleibt der Vorfall nicht ohne Folgen. Bildungsgewerkschaften kündigten für Istanbul einen Streik an. Sie werten die Tat als weiteres alarmierendes Signal für eine wachsende Gewaltproblematik im schulischen Umfeld.

Die Beisetzung erfolgte unter großer Anteilnahme. Angehörige, Freund, Kollegen und Schüler nahmen Abschied; manche klammerten sich weinend an den Sarg. Mehrere Teilnehmer verliehen ihrer Sorge mit dem Ruf „Wir wollen nicht in der Schule sterben“ Ausdruck. Nach dem Totengebet wurde der Leichnam in ihre Heimatstadt Konya überführt.

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