Die Proteste der Arbeiter des türkischen Bergbauunternehmens Doruk Madencilik sind am Dienstag nach Verhandlungen mit staatlichen Stellen erfolgreich beendet worden. Die Beschäftigten des zur Yıldızlar-SSS-Holding gehörenden Unternehmens setzten damit ihre Forderungen nach ausstehenden Löhnen und weiteren Ansprüchen durch.
Zuvor hatten die Arbeiter, die von Eskişehir nach Ankara marschiert waren, ihren Hungerstreik bis zum neunten Tag fortgesetzt. Nach Angaben des Gewerkschaftsführers Gökay Çakır, waren die Löhne am Morgen noch nicht überwiesen worden. Gespräche und Verhandlungen dauerten jedoch an.
Çakır hatte im Verlauf des Protests wiederholt die Berechtigung der Forderungen betont. „Dieser Widerstand ist der Widerstand der türkischen Arbeiterklasse. Von diesem werden wir keinen Schritt zurückweichen“, sagte er. Zugleich hatte die Gewerkschaft ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert und angekündigt, mit allen Beteiligten Gespräche zu führen, solange noch Ansprüche der Arbeiter offen seien.
Die Proteste wurden im Laufe des Tages im Kurtuluş-Park fortgesetzt und von Abgeordneten unterstützt. Am Nachmittag nahmen Vertreter der Gewerkschaft an einem Treffen im Innenministerium teil, an dem auch Repräsentanten weiterer Ministerien beteiligt waren.
Am Abend kam es zu einer Einigung. Wie Çakır anschließend mitteilte, wurden die Gehälter eines Großteils der Beschäftigten überwiesen. Für die Begleichung der übrigen Forderungen wurde eine Frist von 15 Tagen vereinbart. Für die Umsetzung standen das Arbeitsministerium, das Energieministerium, das Innenministerium sowie der Polizeipräsident von Ankara ein.
Die Vereinbarung umfasste nach Gewerkschaftsangaben neben den Löhnen auch Abfindungen und weitere arbeitsrechtliche Ansprüche. Beschäftigte, die das Unternehmen verlassen wollten und Anspruch auf Entschädigung hatten, sollten ihre Zahlungen innerhalb von 15 Tagen erhalten. Die Gewerkschaft kündigte an, den Prozess rechtlich zu begleiten, um Benachteiligungen zu verhindern.

No comments