Grimme-Preis 2026: Golineh Atai erhält Auszeichnung für Journalismus

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Die Gewinner des renommierten deutschen Fernsehpreises Grimme-Preis 2026 wurden bekannt gegeben. Insgesamt werden 16 Grimme-Preise und drei Sonderpreise im Rahmen einer Veranstaltung in Marl verliehen.

In der Kategorie „Besondere journalistische Leistung“ wurde Golineh Atai, ZDF-Korrespondentin in Kairo, ausgezeichnet. Die Jury würdigte Atai für ihre „ruhig erzählten und analytisch fundierten Berichte aus der arabischen Welt“. Atai zählt seit Jahren zu den einflussreichsten Journalisten Deutschlands, insbesondere im Bereich internationale Krisen und Nahost-Berichterstattung.

Ein weiterer Höhepunkt der diesjährigen Preise ist die erstmalige Auszeichnung des Privatsenders RTL2. Das Unternehmen erhielt den Preis für die zweiteilige Dokumentation „Hass.Hetze.Hoffnung“, die den Tod eines chinesischen Schülers in Ostdeutschland thematisiert.

Weitere prämierten Produktionen sind unter anderem die Dokumentation „Das leere Grab“ (ZDF), „Petra Kelly – Act Now!“ (ARD/Arte) sowie „Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges“ (ZDF/DW/Arte), die das Leben in einem sudanesischen Krankenhaus während des Krieges zeigt.

In der Kategorie Fiktion wurden der Fernsehfilm „Die Nichte des Polizisten“, die „Tatort“-Folge „Dunkelheit“ sowie die Serien „Die Affäre Cum-Ex“ und „Tschappel“ ausgezeichnet.

Im Bereich Unterhaltung erhielten das Wissenschaftsformat „Maithink X – Die Show“ und die Prime Video-Serie „Gerry Star“ Preise. Die Content-Produzentin Marie Lina Smyrek wurde für ihr Online- und TV-Format „smypathisch – die show“ mit ihrem zweiten Grimme-Preis geehrt.

Der Grimme-Preis wird seit 1964 verliehen und gilt als eine der angesehensten Auszeichnungen im deutschen Fernsehen. Er würdigt jährlich herausragende Produktionen in den Bereichen Journalismus, Dokumentation, fiktionales Fernsehen und Unterhaltung.

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