Nach einem bewaffneten Angriff auf eine Schule im südosttürkischen Siverek (Provinz Şanlıurfa), bei dem 16 Menschen verletzt wurden, haben die Behörden Ermittlungen eingeleitet und erste personelle Konsequenzen gezogen. Wie die Provinzverwaltung mitteilte, wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Zudem wurden vier leitende Beamte der örtlichen Polizeibehörde sowie der Bildungsverwaltung vorläufig vom Dienst suspendiert.
Der Angriff ereignete sich am Dienstag an der Ahmet-Koyuncu-Berufsschule. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler der Einrichtung. Von den insgesamt 16 Verletzten konnten inzwischen sieben das Krankenhaus verlassen. Drei Personen befinden sich weiterhin in kritischem Zustand, während neun Verletzte in Krankenhäusern der Provinz behandelt werden.
Die Staatsanwaltschaft in Siverek hat ein umfassendes Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ziel sei es, die Tat vollständig aufzuklären, hieß es aus Behördenkreisen. Parallel dazu wurde eine administrative Untersuchung angestoßen. Auf Ersuchen der Provinzverwaltung entsandten sowohl das Bildungsministerium als auch das Innenministerium Inspektoren in die Region.
Zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Ablaufs der Untersuchungen wurden zwei leitende Vertreter der Polizei sowie zwei Verantwortliche der lokalen Bildungsbehörde vorläufig ihrer Ämter enthoben. Die zuständigen Ministerien und die Provinzverwaltung kündigten an, die weiteren Ermittlungen eng zu begleiten.

No comments