Im Streit um den Iran-Krieg hat der spanische Regierungschef Pedro Sánchez einer Drohung von US-Präsident Donald Trump widersprochen. Die Position der spanischen Regierung sei klar: “Nein zum Krieg”, sagte Sánchez am Mittwoch in einer Ansprache in Madrid, in der er den Iran-Krieg als “Katastrophe” bezeichnete. Seine Regierung werde sich nicht “an etwas mitschuldig machen, das der Welt schadet und unseren Werten und Interessen widerspricht, nur aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen”.
Sánchez’ Linksregierung hatte den USA nicht erlaubt, in Spanien gelegene Militärstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Trump drohte Spanien deshalb einen kompletten Handelsstopp an. Spanien verhalte sich “furchtbar”, sagte Trump am Dienstag bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). “Wir werden den gesamten Handel mit Spanien einstellen. Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben.”
Spanien sträubt sich auch gegen das neue Nato-Ziel von Verteidigungsausgaben von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Trump hat Spanien im Streit um die Verteidigungsausgaben wiederholt attackiert. Der US-Präsident nutzt immer wieder die Handelspolitik und insbesondere Zölle, um politische Ziele durchzusetzen.
Allerdings ist unklar, wie er dem Handel mit Spanien ein Ende bereiten will – insbesondere, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA im Februar wichtige Teile von Trumps Zollpolitik für ungültig erklärt hatte.
© Agence France-Presse

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