Die türkische Regierung lässt 10.000 Polizeianwärter vorzeitig abschließen – Ausbildungszeit auf acht Monate verkürzt

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Die Ausbildungsdauer für Polizeianwärter in der Türkei ist für das Studienjahr 2025/2026 auf insgesamt acht Monate reduziert worden. Mit der Neuregelung wird der Abschluss der ursprünglich für September vorgesehenen Absolventen auf Juni vorgezogen.

In den vergangenen Jahren sieht sich die Türkei mit einer Reihe wachsender Herausforderungen konfrontiert: einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise, einem deutlichen Anstieg der Kriminalität, wiederkehrenden Protesten sowie politischen Spannungen, etwa im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen gewählte Bürgermeister und Vorwürfen vorgezogener Wahlen. Vor diesem Hintergrund benötigt die Regierung der AKP offenbar zusätzliche Kräfte im Sicherheitsapparat.

An der Polizeiakademie wurde daher der Abschluss von 10.000 Anwärtern in diesem Jahr zeitlich vorverlegt. Die entsprechende Änderung der Ausbildungsordnung wurde im Amtsblatt veröffentlicht.

Innenminister Mustafa Çiftçi hatte bereits angekündigt, dass die Absolventen der Polizeiakademie ihren Abschluss nicht wie bislang im September, sondern bereits Anfang Juni erhalten sollen. Mit der nun in Kraft getretenen Regelung ist diese Maßnahme offiziell bestätigt worden.

Durch einen Zusatzartikel zur Ausbildungsordnung der Polizeiausbildungszentren (POMEM) wurde die Ausbildungsdauer für das Studienjahr 2025/2026 auf insgesamt acht Monate festgelegt und damit verkürzt. Auch für die Polizeifachhochschulen (PMYO) wurde eine vergleichbare Anpassung beschlossen: Für die Absolventen des Studienjahres 2025/2026 beträgt die Ausbildungszeit künftig 21 Wochen.

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