Militärschüler, die in der Nacht des 15. Juli 2016 im Alter von teilweise erst 19 Jahren in Busse gesetzt und nach Istanbul gebracht wurden, berichten in einem neuen Dokumentarfilm, sie seien ohne Kenntnis der tatsächlichen Vorgänge in die Ereignisse hineingezogen, anschließend unter schwersten Vorwürfen festgenommen, gefoltert und misshandelt worden und hätten Jahre ihrer Jugend im Gefängnis verbringen müssen.
Deutsche Bold. Anlässlich des zehnten Jahrestags eines der umstrittensten Wendepunkte der jüngeren türkischen Geschichte untersucht der Dokumentarfilm „Mavi Otobüs 2: Die Kadetten erzählen die Wahrheit“ erneut, was den Militärschülern in jener Nacht widerfuhr.
Die Produktion stützt sich auf unmittelbare Zeugenaussagen, offizielle Dokumente und Beweismittel, die der Öffentlichkeit nach Darstellung der Filmemacher vorenthalten worden sein sollen.
Der Dokumentarfilm untersucht, auf wessen Befehl die in der Türkei als „Harbiyeliler“ bezeichneten jungen Kadetten ihre Einheiten und Ausbildungslager verlassen mussten, weshalb sie in Busse gesetzt wurden und auf welche Situation sie bei ihrer Ankunft in Istanbul trafen.
Die jungen Männer befanden sich zwar in militärischer Ausbildung, hatten jedoch noch nicht den Status professioneller Offiziere erreicht.
Die im Film interviewten Studenten erklären, sie seien nicht über den Zweck der militärischen Mobilisierung in jener Nacht informiert worden. Sie hätten lediglich die Befehle ihrer Vorgesetzten befolgt und erst nach der Begegnung mit Zivilisten begonnen, das tatsächliche Ausmaß der Ereignisse zu verstehen.
Als Fortsetzung des ersten Dokumentarfilms „Mavi Otobüs“ erweitert die neue Produktion die dort erstmals dokumentierten Zeugenaussagen.
Der Film zeichnet eine zehnjährige Geschichte nach: von den Erlebnissen der Studenten in den Militärbussen am 15. Juli über ihre Inhaftierung in Polizeistationen und die von ihnen geschilderte Folter und Misshandlung in Gefängnissen bis hin zu dem Leben, das viele später im Exil aufbauen mussten.
In der Nacht des 15. Juli flogen Kampfflugzeuge über Ankara, das türkische Parlament wurde bombardiert und Soldaten sperrten die Bosporus-Brücke in Istanbul für den Verkehr. Mehr als 250 Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.
Die türkische Regierung bezeichnete die Ereignisse als Putschversuch und beschuldigte unmittelbar danach die von dem verstorbenen muslimischen Gelehrten Fethullah Gülen inspirierte Gülen-Bewegung, dafür verantwortlich zu sein.
Gülen und Vertreter der Bewegung wiesen die Anschuldigungen zurück und forderten eine unabhängige, international kontrollierte Untersuchung.
Auch zehn Jahre später kritisieren Beobachter, dass keine transparente und international überwachte Untersuchung sämtliche Akteure der militärischen Vorgänge, die Befehlsketten, die im Vorfeld eingegangenen Geheimdienstinformationen, die an den verschiedenen Schauplätzen operierenden bewaffneten Gruppen sowie den Umgang mit den Beweismitteln umfassend untersucht habe.
Mit erst 19 Jahren mit schwersten Anschuldigungen konfrontiert
Nach dem 15. Juli wurde in der Türkei der Ausnahmezustand verhängt. Zahlreiche Soldaten, Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Lehrer, Akademiker, Journalisten und weitere Staatsbedienstete wurden festgenommen, inhaftiert oder aus dem öffentlichen Dienst entlassen.
Hunderttausende Menschen verloren durch Notstandsdekrete ihre Stellen. Medienunternehmen, Schulen, Vereine, Stiftungen und Firmen wurden geschlossen oder ihr Eigentum wurde beschlagnahmt.
Unter den Angeklagten befanden sich auch Hunderte Militärkadetten, die erklärten, keine vorherige Kenntnis von den Ereignissen gehabt und ausschließlich Befehle innerhalb der militärischen Hierarchie ausgeführt zu haben.
„Mavi Otobüs 2“ betrachtet diesen tiefgreifenden politischen und rechtlichen Bruch aus der Perspektive der jungen Menschen, die sich in der Nacht des 15. Juli in Militärbussen befanden.
Die Kadetten schildern ausführlich, welche Befehle sie erhielten, weshalb die Busse losgeschickt wurden, ob ihnen ihr Ziel mitgeteilt wurde, auf welche Situation sie bei ihrer Ankunft in Istanbul trafen und wie sie beim ersten Kontakt mit Zivilisten reagierten.
Ihre Aussagen werfen erneut die Frage auf, unter welchen Umständen die Studenten in die Ereignisse hineingezogen wurden, in welchem Umfang sie über deren tatsächlichen Charakter informiert waren und weshalb sie später mit Anklagen konfrontiert wurden, die bis zu erschwerter lebenslanger Haft führten.
Eine der zentralen Fragen des Films lautet: „Wer gab den Befehl?“
Die Produktion untersucht, wer anordnete, dass die Studenten ihre Einheiten und Lager verlassen sollten, welche Kommandeure sie in die Busse einwiesen, über welche Informationen hochrangige Militärs in jener Nacht verfügten und ob die Studenten zuvor darüber informiert worden waren, wohin sie gebracht werden sollten.
Rolle des damaligen Luftwaffenkommandeurs Abidin Ünal im Fokus
Der Dokumentarfilm befasst sich auch mit der Rolle des damaligen Luftwaffenkommandeurs, General Abidin Ünal, in der Nacht des 15. Juli sowie mit seinen späteren Erklärungen.
Zu den zentralen Fragen gehört, auf welcher Ebene die Befehlskette begann, durch die die Militärschüler aus ihren Einheiten abgezogen wurden, welche Kommandeure für ihre Verlegung verantwortlich waren und welche Informationen hochrangige Entscheidungsträger über die sich entwickelnden Ereignisse hatten.
Anhand von Zeugenaussagen und Dokumenten stellt die Produktion die Frage, ob die Kadetten junge Menschen waren, die innerhalb einer militärischen Befehlskette handelten, oder bewusste Teilnehmer einer im Voraus geplanten militärischen Operation.
Der Film enthält zudem Aussagen über Gespräche, die die Studenten nach eigenen Angaben in Anwesenheit hochrangiger Kommandeure gehört hatten und die zuvor nicht öffentlich bekannt waren.
Was am Tisch der Kommandeure gesagt wurde und was die Kadetten während dieser Gespräche beobachteten, gehört zu den Fragen, denen der Dokumentarfilm nachgeht.
Ereignisse auf der Bosporus-Brücke werden neu untersucht
Die Bosporus-Brücke, die heute offiziell „Brücke der Märtyrer des 15. Juli“ heißt, wurde zu einem der symbolträchtigsten Schauplätze jener Nacht.
In der offiziellen Darstellung wurden die auf der Brücke befindlichen Soldaten als einige der sichtbarsten Akteure des Putschversuchs in Istanbul dargestellt.
In der öffentlichen Diskussion wurde jedoch nur unzureichend untersucht, wer die jungen Militärschüler auf die Brücke geschickt hatte, was sie zu Beginn wussten, welche Waffen und Munition sie bei sich trugen und wie sie sich bei der Begegnung mit Zivilisten verhielten.
„Mavi Otobüs 2“ konzentriert sich anhand der eigenen Schilderungen der Studenten auf diese bislang weitgehend unbeachteten Aspekte.
Sie berichten, was in den Bussen geschah, welche Informationen sie während der Fahrt erhielten, auf welche Menschenmenge sie bei ihrer Ankunft in Istanbul trafen und wie der erste Kontakt mit Zivilisten verlief.
Der Dokumentarfilm untersucht außerdem die Identität einer als „Mädchen am Fenster“ bezeichneten Person sowie weitere auffällige Ereignisse jener Nacht.
Nach Angaben der Filmemacher werden einige der im Film enthaltenen Aussagen und Bilder von der türkischen Öffentlichkeit erstmals gehört beziehungsweise gesehen.
Die im Film zitierte Formulierung „Sie sind wegen allem inhaftiert“ wird als Symbol für die weitreichenden und teilweise sich überschneidenden Vorwürfe gegen die Militärkadetten dargestellt.
Die Produktion fragt, weshalb die Studenten kollektiv festgenommen wurden, wie ihre individuelle strafrechtliche Verantwortung bestimmt wurde, für welche konkreten Handlungen sie bestraft wurden und weshalb ihre Aussagen jahrelang nicht an die Öffentlichkeit gelangten.
Die unbekannte Geschichte hinter einem symbolträchtigen Foto
Einige Fotos, die in der Nacht des 15. Juli und unmittelbar danach aufgenommen wurden, dienten über Jahre hinweg als Symbole der offiziellen Darstellung der Regierung.
Wer die abgebildeten Personen tatsächlich waren, was unmittelbar vor und nach den Aufnahmen geschah und unter welchen Umständen die Bilder entstanden, wurde jedoch häufig nicht vollständig erklärt.
„Mavi Otobüs 2“ erzählt erstmals ausführlich die menschliche Geschichte hinter einem der Bilder, die sich tief in das öffentliche Gedächtnis eingeprägt haben.
Der Film will die Diskrepanz zwischen der gesellschaftlichen Wahrnehmung, die durch ein einzelnes Foto geschaffen wurde, und dem wirklichen Leben der darauf abgebildeten jungen Menschen sichtbar machen.
Er beschreibt, was die auf dem symbolträchtigen Bild zu sehenden Militärschüler vor den Ereignissen wussten, was im Moment der Aufnahme geschah und unter welchen Bedingungen sie anschließend festgenommen wurden.
Vorwürfe von Folter, Misshandlung und Informationsunterdrückung
Die im Dokumentarfilm interviewten Militärschüler berichten, sie seien in Polizeigewahrsam und später in Gefängnissen körperlicher und psychischer Folter, Misshandlungen, Erniedrigungen und Kommunikationsbeschränkungen ausgesetzt gewesen.
Ihre Aussagen enthalten Berichte über Lynchversuche, körperliche Gewalt, Drohungen, Beleidigungen, langanhaltende Isolation und Maßnahmen, die ihre Verteidigungsmöglichkeiten einschränkten.
Zu den eindringlichsten Abschnitten des Films gehören die Vorwürfe, dass die teilweise erst 19 Jahre alten Kadetten unter den harten Haftbedingungen in Lebensgefahr gebracht, medizinisch nicht ausreichend versorgt und am Kontakt zu ihren Familien gehindert worden seien.
Die Produktion fragt außerdem, weshalb die Folter- und Misshandlungsvorwürfe nicht wirksam untersucht wurden, weshalb die Aussagen der Studenten viele Jahre lang nicht an die Öffentlichkeit gelangten und weshalb bestimmte offizielle Informationen und Beweismittel aus den Verfahren ausgeschlossen wurden.
Der Film enthält Berichte über Kommunikationsverbote und weitere Maßnahmen zur Unterdrückung von Informationen, die es den Studenten erschwert haben sollen, sich zu verteidigen.
Die Kadetten erklären, sie hätten nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Möglichkeit verloren, sich angemessen zu verteidigen, ihre Familien zu erreichen und der Öffentlichkeit zu schildern, was ihnen widerfahren war.
Einige wurden nach sechs oder sieben Jahren freigelassen, andere sitzen weiterhin im Gefängnis
Ein Teil der im Dokumentarfilm auftretenden Militärschüler wurde nach sechs oder sieben Jahren Haft freigelassen, nachdem ihre Urteile aufgehoben oder erneut überprüft worden waren.
Der Film betont jedoch, dass die spätere Freilassung die hinter Gittern verlorenen Jugendjahre nicht zurückbringen konnte.
Während ihrer Haft wurde ihre Ausbildung unterbrochen, ihre beruflichen Perspektiven verschwanden und sie wurden von ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld getrennt.
Der Dokumentarfilm behandelt sowohl die Erfahrungen derjenigen Studenten, die jahrelang unter schwersten Vorwürfen lebten und nach der Aufhebung ihrer Urteile freikamen, als auch die Situation ihrer Freunde, die selbst zehn Jahre später noch inhaftiert sind.
Die Studenten schildern, wie sie mit 19 Jahren ins Gefängnis kamen, Jahre später wieder freigelassen wurden, welchen rechtlichen und gesellschaftlichen Hindernissen sie anschließend begegneten und welche Verantwortung sie weiterhin gegenüber ihren inhaftierten Freunden empfinden.
Die Produktion unterstreicht, dass die Freilassungsentscheidungen weder die verlorenen Ausbildungsjahre noch das Familienleben, die berufliche Zukunft oder die Möglichkeit zurückgaben, frei im eigenen Land zu leben.
Auf das Gefängnis folgte das Exil
Einige Militärschüler kamen nach ihrer Entlassung zu dem Schluss, in der Türkei weiterhin kein sicheres und freies Leben aufbauen zu können, und sahen sich gezwungen, das Land zu verlassen.
Für diese jungen Menschen, die am Beginn ihres Erwachsenenlebens ins Gefängnis gekommen waren, folgte auf die Haft somit das Exil.
Der Dokumentarfilm schildert ihre Erfahrungen in Polizeistationen, Gefängnissen und später geschlossenen Militärschulen sowie das Leben, das sie in anderen Ländern neu aufbauen mussten.
Die Kadetten erklären, sie hätten nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihre militärische Ausbildung, ihre Berufe, ihr soziales Umfeld, die Möglichkeit, im eigenen Land zu leben, und ihre Zukunftspläne verloren.
Die Produktion zeigt zudem, wie sie nach ihrer Entlassung und dem Neuanfang in einem anderen Land neue Sprachen lernen, ihre Ausbildung wieder aufnehmen, neue Berufe ergreifen und sich in eine neue Gesellschaft integrieren mussten.
„Sie ließen nicht zu, dass das erlittene Leid ihr gesamtes Leben bestimmt“
„Mavi Otobüs 2“ ist nicht ausschließlich ein Dokumentarfilm über Opfererfahrungen, Foltervorwürfe und verlorene Jahre.
Er richtet den Blick auch auf die Widerstandskraft junger Menschen, die trotz aller Hindernisse versuchten, aufrecht zu bleiben und ihr Leben neu aufzubauen.
Die Geschichten derjenigen, die ihre Ausbildung fortsetzten, neue Berufe erlernten, in anderen Ländern ein neues Leben begannen und trotz schwerer Traumatisierung weiterhin einen gesellschaftlichen Beitrag leisteten, bilden eine der stärksten menschlichen Dimensionen des Films.
Die Kadetten beschreiben, wie sie ihr Leid anerkannten, ohne zuzulassen, dass es ihr gesamtes Leben bestimmte.
Sie sprechen über die Werte, die ihnen Kraft gaben, ihre Beziehungen zu ihren Familien, ihre Verantwortung gegenüber Freunden im Gefängnis und ihren Kampf um Gerechtigkeit.
Trotz ihrer Erlebnisse erklären die Studenten, dass sie die Hoffnung auf die Türkei nicht vollständig verloren hätten.
Sie sprechen über ihre Vorstellung von einem demokratischen und gerechten Land, ihre fortbestehende Verbundenheit mit ihrer Heimat und ihr Verantwortungsgefühl gegenüber den weiterhin inhaftierten Freunden.
Die gemeinsame Geschichte Hunderter Familien
Die Festnahme und Inhaftierung der Militärschüler veränderte nicht nur deren eigenes Leben, sondern auch das ihrer Familien tiefgreifend.
Jahrelang warteten Mütter, Väter und Geschwister vor Gefängnistoren und kämpften unter den Bedingungen langer Reisen, erheblicher finanzieller Schwierigkeiten, gesellschaftlicher Stigmatisierung und ständiger Ungewissheit um Gerechtigkeit.
Über die individuellen Aussagen der Kadetten erzählt der Film auch die Geschichte Hunderter Familien, die von den Folgen des 15. Juli betroffen waren.
Die Familien mussten sich nicht nur mit der Inhaftierung ihrer Kinder auseinandersetzen, sondern auch mit gesellschaftlicher Ausgrenzung, wirtschaftlichen Verlusten, Arbeitslosigkeit, verlorenen Bildungschancen und anhaltendem Druck durch Sicherheitsbehörden.
Die Produktion macht auf die langfristigen sozialen Folgen staatlicher Maßnahmen und kollektiver Beschuldigungen aufmerksam, die nicht nur die Angeklagten selbst, sondern auch ihre Familien und nachfolgende Generationen betrafen.
Die Suche nach Gerechtigkeit dauert auch zehn Jahre später an
„Mavi Otobüs 2“ will zeigen, dass der 15. Juli nicht auf einige Stunden militärischer Aktivität beschränkt blieb.
Die im Film dokumentierten Aussagen verdeutlichen, dass die Folgen jener Nacht für die Militärschüler und ihre Familien über zehn Jahre hinweg anhielten.
Neben der Untersuchung der ungeklärten Aspekte der Nacht dokumentiert die Produktion den langjährigen Kampf um Gerechtigkeit, Wahrheit und Menschenwürde, den junge Menschen führen, deren Leben grundlegend verändert wurde.
Der Dokumentarfilm vertritt die Auffassung, dass erneut untersucht werden müsse, unter welchen Umständen die Kadetten in die Ereignisse hineingezogen wurden, wie ihre individuelle strafrechtliche Verantwortung festgestellt wurde und ob der Grundsatz der persönlichen Schuld in den Verfahren gewahrt blieb.
Die Aussagen werfen zugleich schwerwiegende rechtliche und moralische Fragen darüber auf, ob junge Menschen kollektiv für politische und militärische Vorgänge verantwortlich gemacht wurden, die sich unabhängig von ihnen entwickelten.
Die Produktion versteht sich als Versuch, Aussagen für künftige Generationen festzuhalten, die nach Darstellung der Filmemacher aus der offiziellen Erzählung ausgeschlossen, unterdrückt oder vor der Öffentlichkeit verborgen worden seien.
In diesem Sinne präsentiert sich „Mavi Otobüs 2“ nicht lediglich als Dokumentarfilm, sondern als historisches Zeugnis, das einen Beitrag zur Auseinandersetzung der Türkei mit ihrer jüngeren Vergangenheit leisten will.
Aus der Perspektive der Militärschüler eröffnet der Film erneut die Diskussion über Gerechtigkeit, Gewissen, individuelle Verantwortung, Freiheit und Menschenwürde. Zugleich stellt er die Frage, ob die Türkei eine demokratische Zukunft aufbauen kann, ohne sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Indem der Dokumentarfilm Aussagen zusammenführt, die nach Angaben der Beteiligten zehn Jahre lang ignoriert, unterdrückt oder verborgen wurden, lädt er das Publikum nicht nur dazu ein, die Vergangenheit zu betrachten, sondern offizielle Darstellungen, Beweismittel und Gerichtsverfahren kritisch zu hinterfragen.
Der vollständige unabhängige Dokumentarfilm „Mavi Otobüs 2: Die Kadetten erzählen die Wahrheit“ ist auf YouTube verfügbar:

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