30 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica

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Drei Jahrzehnte sind vergangen seit dem Massaker von Srebrenica – dem schlimmsten Verbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Vom 11. bis 22. Juli 1995 ermordeten bosnisch-serbische Truppen unter dem Kommando von General Ratko Mladić in der UN-Schutzzone Srebrenica systematisch mehr als 8.000 bosnische Männer und Jungen. Rund 1.000 der Opfer gelten bis heute als vermisst oder konnten noch immer nicht identifiziert werden.

Am 23. Mai 2024 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit großer Mehrheit den 11. Juli zum „Gedenktag an den Völkermord von Srebrenica 1995“. Die Resolution verurteilt zudem die Leugnung des Genozids und fordert die Mitgliedsstaaten auf, die historische Wahrheit zu wahren.

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und der Internationale Gerichtshof (IGH) hatten bereits in früheren Jahren die Ereignisse von Srebrenica als Völkermord anerkannt. Obwohl führende Täter wie Ratko Mladić verurteilt wurden, kämpfen Angehörige der Opfer weiterhin um Aufklärung – die Identität vieler Getöteter ist bis heute ungeklärt.

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