Belgien zieht ins Viertelfinale ein – USA nach Balogun-Wirbel ausgeschieden

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Nach dem Eingreifen von US-Präsident Donald Trump und der daraufhin ausgesetzten Sperre gegen Folarin Balogun hat die ohnehin kontrovers geführte Debatte eine neue Wendung genommen: Belgien besiegte die Vereinigten Staaten im Achtelfinale der Weltmeisterschaft mit 4:1. Internationale Medien werteten das Ausscheiden der Gastgeber als Ausdruck „sportlicher Gerechtigkeit“ oder gar als „schlechtes Karma“. Nach dem Erfolg, bei dem Charles De Ketelaere mit zwei Treffern herausragte, trifft Belgien im Viertelfinale auf Spanien.

Der belgische 4:1-Erfolg gegen die USA sicherte nicht nur den Einzug in die Runde der letzten Acht, sondern befeuerte auch die internationale Diskussion um einen der umstrittensten Vorgänge der vergangenen Turniertage. Folarin Balogun war im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen und anschließend für eine Partie gesperrt worden. Nachdem Donald Trump FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgefordert hatte, den Fall erneut prüfen zu lassen, wurde die Sperre jedoch ausgesetzt – ein Schritt, der erhebliche Kritik auslöste. Die FIFA betonte zwar, die Entscheidung sei von ihren unabhängigen Disziplinargremien getroffen worden, der belgische Fußballverband legte gegen den Vorgang dennoch Einspruch ein.

Im Achtelfinale in Seattle beantwortete Belgien die Kontroverse auf dem Platz mit einem deutlichen Sieg. Charles De Ketelaere erzielte zwei Tore, zudem trafen Hans Vanaken und Romelu Lukaku. Den einzigen Treffer der Vereinigten Staaten erzielte Malik Tillman.

Die britische Zeitung The Independent sprach mit Blick auf das Ausscheiden der USA von „schlechtem Karma“. Das Blatt schrieb, Belgien habe im Schatten der Balogun-Debatte auf dem Rasen eine unmissverständliche Antwort gegeben, während die Amerikaner eine ihrer schwächsten Leistungen des Turniers gezeigt hätten.

Auch die spanische Zeitung El País deutete den belgischen Erfolg als eine Art „Selbstbehauptung des Fußballs“ nach den Diskussionen über politischen Einfluss. Belgien habe die Begegnung über weite Strecken dominiert, während den Vereinigten Staaten die Dynamik gefehlt habe, die ihre vorherigen Turnierauftritte ausgezeichnet habe.

Ähnliche Einschätzungen kamen aus Australien. Der Sender Nine überschrieb seine Berichterstattung mit den Worten „Die Gerechtigkeit hat gesiegt“ und verwies darauf, dass Baloguns Einsatz den erhofften sportlichen Effekt für die USA nicht gebracht habe.

Auch die belgischen Nationalspieler griffen die Kontroverse nach dem Schlusspfiff auf. Nach Lukakus viertem Treffer veröffentlichte der offizielle Mannschaftsaccount in den sozialen Netzwerken den knappen Kommentar: „Overturn this.“ Nationaltrainer Rudi Garcia vermied es jedoch, der Debatte zu großes Gewicht beizumessen. Auf die Frage, ob die Ereignisse seine Mannschaft zusätzlich motiviert hätten, erklärte er, die Priorität habe ausschließlich darin bestanden, den taktischen Matchplan umzusetzen. Zugleich betonte Garcia, Balogun trage keine Verantwortung für die entstandene Kontroverse.

Mit dem Sieg über die Vereinigten Staaten trifft Belgien nun im Viertelfinale auf Spanien. Für die USA endet das Turnier dagegen ebenso wie für die beiden weiteren Gastgeber Kanada und Mexiko bereits im Achtelfinale.

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