KI-Aktien brechen ein: US-Technologiebörse erlebt schwersten Rückschlag seit 19 Monaten

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Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Donnerstag massive Verluste verzeichnet. Besonders hart traf es Unternehmen aus dem Bereich künstliche Intelligenz. Der Technologieindex Nasdaq verlor 5,5 Prozent und erlebte damit seinen stärksten Tagesrückgang seit 19 Monaten. Anleger stellen zunehmend infrage, ob die enormen Investitionen in KI-Rechenzentren wirtschaftlich tragfähig sind.

Der breite S&P-500-Index verlor rund 4,4 Prozent. Der Dow Jones fiel um 3,4 Prozent. Besonders stark gerieten Halbleiterhersteller unter Druck. Die Nvidia-Aktie verlor mehr als neun Prozent. AMD brach um rund 17 Prozent ein. Auch Unternehmen, die Rechenzentren bauen, finanzieren oder mit Energie versorgen, verzeichneten erhebliche Verluste.

Ein Auslöser waren enttäuschende Geschäftszahlen und die Sorge, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur langsamer voranschreiten könnte als erwartet. Hinzu kommt die veränderte politische Lage in den USA.

Nach den Zwischenwahlen haben die Demokraten die Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses gewonnen. Investoren befürchten nun strengere Vorschriften für künstliche Intelligenz und zusätzliche Hürden beim Bau großer Rechenzentren. Allerdings sind diese regulatorischen Veränderungen bislang nicht beschlossen. Die Kursverluste spiegeln daher auch Erwartungen und Unsicherheit wider.

Die Entwicklung ist für Europa relevant. Europäische Unternehmen, Investoren und Energieversorger sind zunehmend mit der amerikanischen KI-Wirtschaft verflochten.

Der Einbruch bedeutet nicht, dass künstliche Intelligenz wirtschaftlich gescheitert ist. Er zeigt jedoch, dass die Finanzmärkte die Kosten, Risiken und erwarteten Gewinne des KI-Booms neu bewerten.

Die entscheidende Frage lautet: Wie lange können Unternehmen Milliarden investieren, bevor daraus ausreichende Erträge entstehen?

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